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SEKEM, eine Antwort auf den Klimawandel

Ich möchte die Wüste grün machen.

Dieser Satz begleitet mich schon lange, und er macht mich glücklich.

Nichts bereitet mir mehr Freude, als die Vorstellung, dass die Erde grün bleibt,

dass zerstörte Landschaften wieder aufleben.

In meinem kleinen Umfeld setzt ich die Methoden des biologischen Gartenbaus um. Soweit es mir möglich ist. Der Erfolg gibt mir recht.

Die Sekem Vision hat die Idee des biologisch dynamischen Landbaus in Ägypten in die Tat um umgesetzt, sie ist dort Wirklichkeit geworden.

Schauen sie sich das einmal an!

Mehr dazu in meinem Beitrag „die Wüste wird fruchtbar!

Familie Langthaler und ,,die Mühlviertler Hasenjagd“

Eine Adventgeschichte

Mauthausen, ein Markt im Mühlviertel in Oberösterreich ist unfreiwillig weit über die Landesgrenzen bekannt. Bekannt geworden durch das Konzentrationslager welches nahe dieses Ortes vom Nationalsozialistischen Regime errichtet worden war.

Im Jahr Februar 1945 waren die russischen Truppen schon sehr nahe. Im KZ Mauthausen waren auch russische Soldaten gefangen. Sie wussten über ihre Informationsquellen, dass der NS Staat vor dem Aus stand. Sie planten einen Ausbruch aus der Anlage, der auch gelang: Zirka fünfhundert Gefangene durchbrachen die Zäune und flüchteten in die Umgebung .

Es herrschte strenger Winter, viel Schnee und große Kälte. Die Flüchtenden mussten Hilfe bei der Bevölkerung der umliegenden Ortschaften suchen.

Ob sie sie finden würden war ungewiss, aber die Männer mussten das Wagnis eingehen.

Sofort nach dem Ausbruch wurde die Suche nach den Flüchtigen gestartet. SS und Volkssturm durchsuchten jedes Haus in der Umgebung , sie waren mit Hunden unterwegs. Im Rundfunk und durch Flugblätter wurde vor den russischen Ausbrechern gewarnt: Sie wurden als kriminelle Schwerverbrecher gebrandmarkt. Außerdem wurde jeder/jede mit schwerer Strafe bedroht, der/ die den Russen Hilfe gewähre.

Viele der Ausbrecher wurden sehr bald nach der Aktion gefunden und sofort exekutiert. Da viel Schnee lag, war es leicht die Spuren der Flüchtenden zu finden. Die Russen waren ungenügend bekleidet, hatten keinen Proviant und waren der Gegend unkundig. Sie suchten Unterschlupf in Stadeln , Ställen und Heulagern, was sich halt bot.

Familie Langthaler

Sie bewohnte und bewirtschaftete einen Bauernhof in der Nähe des Lagers. Mehrere Söhne waren als Soldaten im Krieg. Die Mutter, Maria Langthaler tat aus ihrem tiefen Glauben ein Gelübde : Solange die Söhne im Krieg sind, solle jeden Tag ein Mitglied der Familie den Gottesdienst in der Pfarrkirche besuchen mit der Bitte, die Söhne mögen heil heimkommen.

Und so geschah es dann auch. Im Februar 1945 waren alle Langthalersöhne am Leben und jeden Tag ging jemand aus der Familie zum Gottesdienst.

Nun standen im tiefsten Winter, im Februar 1945 zwei Russen vor der Tür der Hauses Langthaler. Einer von ihnen klopfte und bat um Hilfe. Das Ehepaar beriet sich: Vater Langthaler wollte sie wegschicken. Seine Frau Maria setzte sich durch und so wurden die Zwei mit Essen versorgt und konnten sich im Heu verstecken.

Denn auf sie wartet auch eine Mutter !

Als der Ausbruch der Russen bekannt wurde, war die Tochter Anna (damals vierzehn Jahre alt) zum Kirchengehen an der Reihe. Auf dem Heimweg begegnete sie einem Suchtrupp der SS, sie beeilte sich und erzählt daheim, wer kommen würde.

Die Verfolger durchsuchten den Hof, auch den Heustock durchstocherten sie mit langen Stangen, sie fanden niemanden, auch die Hunde blieben still.

Von den fünfhundert Ausgebrochenen überlebten elf. Familie Langthaler behielt die zwei Russen drei Monate am Hof. Das Risiko entdeckt und verraten zu werden war groß. Nachdem der Krieg zu Ende war verließen die zwei Russen, sie waren eigentlich Ukrainer den Hof.

Zehn Jahre lang, während der Stalin Ära, erhielten die Langthalerischen kein Lebenszeichen von den Beiden. Erst danach kamen Briefe, die gleich beantwortet wurden.

Maria Langthaler wurde auch in die Ukraine eingeladen und besuchte dort die Familien ihrer Schützlinge. Sie berichtete: ,, Die Mutter (eines der Beiden) ließ mich fast nicht mehr los.“

Die Namen der zwei lauten: Michail Rybtschinsky (+2008) und Nikolai Zimkolo (+2001).

Anna Hackl geb. Langthaler nahm Ehrungen der letzten Jahre auch für ihre verstorbene Mutter entgegen.

Frau Hackl ist verheiratet und Mutter von fünf Kindern. Sie geht seit vielen Jahrzehnten jedes Jahr in rund dreißig Schulen um dort den jungen Menschen von den Schrecken und Schwierigkeiten der damaligen Zeit zu erzählen.

Auszeichnungen:

Menschenrechtspreis des Landes Oberösterreich

Goldenes Ehrenzeichen der Republik Österreich

Orden des Wunder bringenden Hl. Nikolaus

2021 verlieh Präsident Putin Frau Langthaler posthum einen Orden

Film: Hasenjagd- Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen

Buch: Auch auf dich wartet eine Mutter – Die Familie Langthaler inmitten der Mühlviertler Hasenjagd

Verlag Steinmaßl Edition der Heimat Grünbach 2005 ISBN 392427248

So ist Gott

Ich meine, Frau Langthaler und wie ich glaube auch ihre Familie haben erlebt wie das ist, wenn man Gott begegnet: Zuerst war da ein Wunsch, ein großes Bedürfnis die eigenen Söhne zu schützen, um deren Schutz zu bitten und sich mit dieser Bitte an Gott zu wenden. Sie versprach auch selbst etwas für die Erfüllung der Bitte zu tun, in den Gottesdienst zu gehen und für die Söhne zu beten. Gott hat geantwortet, die Söhne blieben vor Unheil bewahrt. Und dann ging es erst richtig los, eine Anfrage von Gott: ,,Wieviel bist Du bereit für deine Mitmenschen zu tun? Die ganz fremden, die als Feinde, Kriminelle, Untermenschen bezeichnet wurden.“ Auch sie sind Kinder Gottes, Alle!

Er zeigte sich als der, der nur lieben kann wie Roger Schutz es formulierte: ,,Gott kann nur lieben„.

Er kann nur lieben, die ganze Schöpfung, jeden Menschen, besonders jene die hungrig, schutzlos und der Gewalt ausgesetzt sind.

So hat er sich gezeigt inmitten der Gewalt und…, ihr wisst schon.

Familie Langthaler und ,,die Mühlviertler Hasenjagd“ weiterlesen

Datenschutz: Nun ist es also doch passiert

In Österreich wurde im gesamten Gesundheitssystem das Programm Elga eingeführt. Vor einigen Jahren wurde beschlossen, alle medizinischen Medikationen in diesem besagten Elga Programm zu speichern.

Treuherzig wurden Bedenken bezüglich des Datenschutzes beschwichtigt und immer wieder  beteuert, alles sei ja nur zu unserem Vorteil. 

Die Mediziner hätten durch Elga die Möglichkeit zu entscheiden, ob das Medikament, dass sie verschreiben wollen, sich auch mit den bereits von anderen Ärzten verschriebenen verträgt.

Heute wurde im Orf Oe1 Mittagsjournal berichtet, dass nun diese Elga Daten dazu verwendet werden, um arbeitende Risikopatienten in den häuslichen Rückzug zu schicken. Entweder werden sie im Homeoffice arbeiten oder wenn das nicht möglich ist, gehen sie in Krankenstand. Diese Personen werden auf Grund ihres Medikamentenkaufs erhoben und angeschrieben und über das weitere Vorgehen informiert.

Soweit die Nachricht. Von den Versicherten wurde keine Zustimmung eingeholt. Kein Versicherter  dessen/ deren Daten anders als versprochen verwendet werden, wurde um Erlaubnis gefragt. Wann wird diese Ausweitung der Verwendung wieder zurückgenommen? Oder gar nicht?

Ich frage mich, sind die zu schützenden Menschen nicht selbst in der Lage, sich bei der entsprechenden Stelle zu melden? Wenn sie die nötigen Informationen erhalten ob sie zur Risikogruppe gehören, muss das doch möglich sein. Selbstverantwortlich handeln ginge so.

Mich empört dieses Vorgehen zutiefst, sage niemand, es sei zu unserem Nutzen! Wir sind mündige Bürger, keine Kinder!

Das macht mich wütend!

Dankbarkeit

Wofür ich dankbar bin: Ich habe ein warmes Bett,

ich kann im Trockenen sitzen, wenn es draußen regnet,

ich habe genug zu essen,

ich drehe den Wasserhahn auf und frisches, sauberes Trinkwasser fließt aus dem Hahn..hm, kühl,

ich habe verläßliche Freunde,

mein Heimatland ist sicher und demokratisch organisiert.

Jeden Tag habe ich Grund  dankbar zu sein.

Bruder David Steindl Rast gibt den Impuls ein Tagebuch der Dankbarkeit zu führen. So oft mir ein Grund für Dankbarkeit einfällt, werde ich ihn aufschreiben.

Das habe ich vor.

http://www.gratefulness.org, das ist die Formel für gutes Leben, denn Dankbarkeit macht etwas mit uns, es verändert uns und macht uns dankbar für das, was wir haben. Jetzt, nicht dann wenn wir es verloren haben.

Ein gutes neues Jahr, voller Dankbarkeit und (wieder) Gottes Segen

wünscht Euch die Gärtnerin mit dem grünen Daumen (der schläft gerade, solange bis es Frühling wird).

 

 

Weil ich das so schön finde: Hoffnung und Schuhe aus dem Waldviertel

Da gibt es Einen im Waldviertel, der dort Schuhe erzeugt. Gegen jede Vernunft begann er dort, in Schrems sein Werk. Er produziert mit seinen MitarbeiterInnen Schuhe von hoher Qualität und zu fairen Löhnen und Preisen. Bei uns in Österreich sind sie bereits Kult die „Waldviertler“. Ich hab auch fünf Paar davon.

Aber der Heini Staudinger kann noch mehr: Er „scheißt si nix“. Er hat Mut. Und  so kam es, dass er investieren wollte. Er war „gut aufgestellt“ wie man heut`so sagt, erfolgreich, finanziell gut abgesichert. Deshalb halt investieren, aber seine Hausbank wollte nicht, sie gab ihm keinen Kredit!

Der Heini hat einen Zorn, er lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen und bittet seine KundInnen um Kredit zu sicheren und fairen Konditionen. Den kriegt er auch.

Aber: Da gibt es auch noch die FMA. Die Finanzmarktaufsicht in Wien, die will ihm dieses Kreditgeschäft verbieten, weil es gesetzlich verboten ist.

Es folgte ein längerer Rechtsstreit, Demonstrationen und ein Aufstand des, der Kleinen gegen die Großen. David forderte Goliath heraus und

gewann!

Ja und weil er mich mit seiner unverschämt optimistischen Art so begeistert und weil ich die Waldviertler Schuhe so mag, will ich Euch davon erzählen.

Er gibt auch eine Zeitschrift heraus: Brennstoff.

Seine Schuhe kann man kaufen in den Gea Geschäften in Österreich, der Schweiz und in Deutschland.

Hier ein Ausschnitt aus dem Brennstoff:

Ausgabe N°53 · August 2018

Ändere die Welt (nicht)

Jean Ziegler hat uns mit seinem Buch ‚Ändere die Welt‘ den entsprechenden Anstoß für den Titel dieser Ausgabe gegeben. Dass die Welt gleichzeitig auch viele Gesichter unglaublicher Schönheit hat, das zeigen uns die Bilder von Anton Santl. Diese Schönheit muss unberührt bleiben – daher: Ändere die Welt nicht – Lao Tse.

Mit Beiträgen von: Heini Staudinger, Jochen Schilk, Christoph Ransmayr und Huhki Henri Quelcun

Artikel dieser Ausgabe

EditorialHeini Staudinger

Ausgabe 53

DEFEND THE SACRED, so lautete der Titel dieses zehntägigen Treffens in Tamera, im südlichen Portugal, zu dem …

2 Minuten

EssayJochen Schilk

Berührung eines Unerreichbaren

JOCHEN SCHILK gibt eine ermutigende Geschichte weiter. …

5 Minuten

Kommentar

Berührung eines Unerreichbaren – Kommentare

Kommentare von Lara Mallien und Andrea Vetter …

3 Minuten

EssayChristoph Ransmayr

Europa! Herz der Finsternis

Was für eine betörende Utopie: ein Kontinent der friedlichen Völker, ohne Grenzbalken und Kriege. Aber Europa hat …

14 Minuten

Essay

HANSALIM – Alles Lebendige bewahren

Hansalim ernährt 1,5 Millionen Menschen in Südkorea. Schöner, vor allem treffender könnte diese landwirtschaftliche …

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EssayHuhki Henri Quelcun

Raus aus der virtuellen Falle!

Das Egozän endet. Philosophie bedeutet: Zweifel, Infragestellen, Verlernen, des scheinbar Selbstverständlichen. …

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Raus aus der virtuellen Falle!

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Short CutsMarianne Williamson

Unsere tiefste Angst

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Habt eine gute Zeit und kauft Euch gute Schuhe, die gut sind für Alle, für die Menschen und ihre Füße und für unsere Erde weil sie nachhaltig, langlebig sind und weil die Firma Gea sie auch repariert.
Übrigens, da fällt mir ein: Ich krieg nichts für diese Lobeshymne, sie kommt aus vollem Herzen.
Eure Gärtnerin mit dem grünen Daumen (in Waldviertler Schuhen).

Aus der Geschichte (nichts) gelernt?

„GOTT SCHÜTZE ÖSTERREICH“

Heute vor 80 Jahren marschierten Hitlers Truppen in Österreich ein. Ein wichtiger Grund warum es so schnell gehen musste war, dass die deutschen Staatskassen leer waren und ein Staatsbankrott drohte. Das Gold aus der österreichischen Nationalbank wurde noch am selben Tag von Wien nach Berlin gebracht.

Der damalige Bundeskanzler Schuschnigg verabschiedete sich u.a. mit den Worten “ wir weichen der Gewalt“ und „Gott schütze Österreich“ vom österreichischen Volk.

Hitlers Truppen wurden jubelnd begrüßt von Vielen, aber die die nicht mitjubelten, sah man nicht, sie verstummten, verschwanden aus der Öffentlichkeit.

Und heute?

Denke ich an Österreich, bin ich voller Sorge. Die „Blaue Brut“ ist wieder aus ihren Löchern herausgekrochen und bedient sich schamlos, kaum sitzt sie an den Schalthebeln der Macht, zum eigenen Vorteil und um zu Hetzen und zu Polarisieren.

Vor 15 Jahren waren sie schon einmal an der Macht,  auch damals mit Hilfe der ÖVP. Jetzt stehen Mitglieder der damaligen FPÖ Regierungsmannschaft vor dem Richter: Angeklagt wegen Betrug…, Veruntreuung, Korruption.

Doch macht nichts, sie wurden eh wieder gewählt. Die Mehrheit der österreichischen Wählerinnen und Wähler haben sich für diese (türkis)schwarz- blaue Regierung entschieden.

Aus der Geschichte (nichts) gelernt?

Gott schütze Österreich und gebe uns Mut und einen klaren Blick um uns gegen solche Umtriebe zu wehren!!

 

Guten Morgen, ihr Lieben!

Moin!  Reiner.

Morning has broken like the…., ihr kennt es alle,

ich auch. Doch mit meiner Lehrerin für Stimmbildung hab ich es neu entdeckt.

 

Der Morgen ist angebrochen, wie der erste Schöpfungsmorgen.

Die Amsel singt, wie der erste Vogel sang.

Preise den Gesang, preise den Morgen.

Preise sie, sie sind entsprungen aus dem Wort.

 

 

Süß ist der neue Regen, vom Sonnenlicht durchdrungen,

wie der erste Tau auf dem ersten Gras.

Preise den wunderbaren feuchten Garten, er ist entsprungen aus der Vollkommenheit dessen , dessen  Füsse darüber schritten.

 

Mein ist das Sonnenlicht, mein ist der Morgen, sie sind geboren aus dem einen Licht

das im Garten Eden spielte.

Preise voller Begeisterung, preise jeden Morgen.

 Gottes Schöpfung entsteht jeden Tag neu.

 

In diesem Sinne: Alles Gute wünsche ich euch!

 

 

Mein Lieblingsbrot

backe ich selbst.

Gelingt immer. Die Zutaten sind einfach und billig. Wer eine Getreidemühle hat ist fein heraussen, sonst mahlt man sein Getreide im Biosupermarkt oder kauft Vollmehl.

Etwas Zeit und Ruhe brauchst Du, diese Zutaten sind kostbar, ich weiß.

Zutaten:

50dag Roggenvollkornmehl

25dag Dinkelvollkornmehl

25dag Dinkelweißmehl

3 Esslöffel Sauerteig oder 1Packung Trockensauerteig

ca. 0,75l -1l lauwarmes Wasser

1 Esslöffel Salz

1 Kaffeelöffel Kümmel

1 Kaffeelöffel Fenchelsamen

1 Kaffeelöffel Koriandersamen

Zubereitung:

Sauerteig: Mische den Trockensauerteig mit 4 Esslöffel Vollmehl und soviel lauwarmem Wasser, dass ein dünner Brei entsteht.

Bedecke das Gefäß mit einem Geschirrtuch und stelle es an einen warmen Ort.

Rühre den Brei einmal täglich gut um. Nach 2 bis 3 Tagen riecht der Teig gut säuerlich und ist fertig zum Brotbacken.

Mische 50 dag Roggenmehl mit dem Sauerteig, gib

ca. 0,75l lauwarmes Wasser dazu und verrühre es gründlich, es soll ein weicher Brei entstehen.

Decke das Gefäß mit einem Geschirrtuch zu und stell es für 7 Stunden an einen warmen Ort.

Rühre 25 dag Dinkelvollmehl und 25dag Dinkelweißmehl dazu

gib die Gewürze und das Salz dazu und mische soviel warmes Wasser dazu, dass ein weicher Teig entsteht, den

knete kräftig mit den Händen ca. 10 Minuten lang bis er schmatzende Geräusche von sich gibt („er schnalzt“),

lasse den Teig 2 Stunden lang rasten an einem warmen Ort,

entnimm 3-4 Esslöffel des Teiges und fülle ihn in ein Schraubglas, hebe dieses im Kühlschrank für das nächste Backen auf,

fülle den Teig in eine befettete und bemehlte Kastenform, streue Dinkelmehl auf die Oberfläche und schneide mit einem langen Messer (vorher in Wasser tauchen) längs eine tiefe Rille durch den Teig. Decke die Form wieder zu und stelle sie an einen warmen Ort.

Heize das Backrohr auf 250° auf

schiebe das Brot nach Erreichen der Temperatur auf die unterste Schiene des Rohres,

nach 15 Minuten reduzierst du die Hitze auf 175° und bäckst das Brot 45 Minuten lang weiter,

schalte das Rohr aus und lass das Brot noch 10 Minuten im geschlossenen Rohr,

stürze das Brot auf ein Gitter und lasse es auskühlen.

Wenn du den Sauerteig vom letzten Backen entnommen hast, kannst Du ihn gleich verwenden, d.h, die Prozedur mit drei Tage sauer werden lassen entfällt.

Guten Appetit!

Eine Frau die ich bewundere:

Seyran Ates

Sie betreibt eine liberale Moschee in Berlin. In dieser Moschee beten Frauen und Männer gemeinsam. Auch Andersgläubige sind willkommen. Im Brotberuf ist Frau Ates Rechtsanwältin und verteidigt Frauen und Mädchen aus muslimischen Familien, wenn diesen Zwangsheirat, Freiheitsentzug oder Ähnliches droht. Sie publizierte zu Genitalverstümmelung, Verschleierung und allen Formen der Unterdrückung von Frauen. Dadurch wurde sie zur Zielscheibe von Angriffen, bei denen sie lebensgefährlich verletzt wurde. Aus Selbstschutz und zum Schutz ihrer Tochter schloss sie ihre Kanzlei für mehrere Jahre. Frau Ates ist das Kind türkischer Gastarbeiter und wuchs teilweise in Deutschland auf. Sie machte das Abitur und studierte gegen den Willen ihrer Eltern Rechtswissenschaften. Dies brachte ihr große Probleme mit ihrer Familie ein. Später versöhnte sie sich mit ihrer Mutter. Sehr berührend war die Szene, in der ihre Mutter bekannte, wie sehr es ihr leid tue,  ihrer Tochter so viele Hindernisse in den Weg gelegt zu haben.  Sie bat ihre Tochter um Verzeihung.

Als ich in einem Blog las, dass Frau Ates bei der Trauerfeier nach dem Mord an dem fünfzehnjährigen Mädchen in Kandel  nicht hätte sprechen dürfen, fragte ich bei ihr an und erhielt folgende Antwort:

Liebe Frau ,

nein, das trifft nicht zu. Ich wurde weder gefragt, noch angelehnt.
Es ist fürchterlich, dass immer noch Mädchen und Frauen diesen Gefahren ausgesetzt sind. Und die Politik ist immer noch auf Besänftigungskurs.

 

Mit freundlichen Grüßen
Seyran Ateş
Rechtsanwältin/Autorin
mobil:   0049-178-2376085
„Freiheit und Gerechtigkeit bestehen darin, alles, was einem anderen zukommt, herzugeben; es hat daher die Ausübung der natürlichen Rechte der Frau nur die Grenzen der beständigen Tyrannei, die der Mann ihr entgegensetzt; diese Grenzen müssen durch die Gesetze der Natur und der Vernunft nachgebessert werden.“ 
„Liberty and justice consist of restoring all that belongs to others; thus, the only limits on the exercise of the natural rights of woman are perpetual male tyranny; these limits are to be reformed by the laws of nature and reason.“  – Olympe de Gouges

 

Am 31.12.2017 um 10:05 schrieb
Sehr geehrte Frau Ates!

In einem Blog las ich die Nachricht, dass Sie bei der Trauerfeier für das in Kandel ermordete Mädchen nicht hätten sprechen dürfen. Stimmt das?

Mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen für das neue Jahr
Ich verneige mich vor Frau Ates mit der größten Hochachtung und erbitte Gottes Segen für sie und ihre Arbeit!
Menschen wie sie sind die große Hoffnung für die Rettung der Menschheit. Nur im Miteinander aller Menschen liegt unsere Zukunft!
Das ist es, was Jesus mit dem Reich Gottes auf Erden meinte.

Theresienstadt

Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit einer Gruppe Menschen nach Theresienstadt in Tschechien.

Eine Festung aus dem Ende des 18. Jahrhundert, ab 1940 als Ghetto und Konzentrationslager benutzt.

Wir waren ca. 30 Menschen, Jugendliche, junge Erwachsen, ältere und alte Menschen.

Während und nach den Besichtigungen kam immer wieder die Frage: Warum hassen Menschen so sehr andere Menschen? Warum tun sie Anderen solches Unrecht an?

Die eigene dunkle Seite will gesehen werden, dann kann ich auch den anderen Menschen als Schwester und Bruder erkennen. Sonst ist mein Blick getrübt , blind.