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SEKEM, eine Antwort auf den Klimawandel

Ich möchte die Wüste grün machen.

Dieser Satz begleitet mich schon lange, und er macht mich glücklich.

Nichts bereitet mir mehr Freude, als die Vorstellung, dass die Erde grün bleibt,

dass zerstörte Landschaften wieder aufleben.

In meinem kleinen Umfeld setzt ich die Methoden des biologischen Gartenbaus um. Soweit es mir möglich ist. Der Erfolg gibt mir recht.

Die Sekem Vision hat die Idee des biologisch dynamischen Landbaus in Ägypten in die Tat um umgesetzt, sie ist dort Wirklichkeit geworden.

Schauen sie sich das einmal an!

Mehr dazu in meinem Beitrag „die Wüste wird fruchtbar!

Herbstputz im Garten

Liebe Leute, liebe GartenfreundInnen!

Bleibt mäßig beim Aufräumen Eurer Gärten!

Lasst den Tieren in Euren Gärten Unterschlupf und Futter. Das geht ganz einfach indem ihr Stauden und Blütenstände stehen läßt. Laub könnt ihr in Haufen aufschichten oder zusammenschieben, einige grobe Holzstücke als Unterlage und Igel, Kröten und andere Kleintiere können darin überwintern. In aufgeräumten Gärten können sie das nicht. Amseln, Finken, Meisen, Gimpel und Stieglitze, Spatzen, und andere finden Futter an den Blütenständen und Blattrispen, das ist bestes Vogelfutter. Sträucher schneidet ihr im Februar.Den  Strauch- und Gehölzschnitt könnt ihr unter  den Sträuchern ablegen, dort verrottet er ohne euer Zutun. Wer Platz hat kann einen Stapel mit Ästen vom Baumschnitt  aufschichten. Kleintiere verbringen darunter gerne ihren Winterschlaf.

Jetzt ist es Zeit die Nistkästen zu reinigen. Klopft zuerst an den Kasten, bevor ihr ihn öffnet, es könnte nämlich ein Nachmieter drinnen sein. Siebenschläfer und andere überwintern nämlich gerne in Nistkästen. Sollte der Nistkasten frei sein, so entfernt das alte Nest und bürstet den Kasten gründlich aus.  Falls er sehr verschmutzt ist könnt ihr ihn mit heißen Wasser oder heißer Sodalauge auswaschen.

Optisch gibt so ein Naturgarten auch etwas her: Bei Raureif  und wenn sie aus der Schneedecke hervorlugen, sind die Überbleibsel des letzten Gartenjahres eine Augenweide.

Viel Freude beim Beobachten wünsche ich euch und habt Muse statt Hektik. Im Frühjahr ist immer noch Zeit zum Wegschneiden und Aufräumen. Dann haben die Tiere den Winter schon überstanden und können sich dem neuen Vegetationsjahr widmen.

Herzliche Grüße von der Gärtnerin mit dem gruenen Daumen.

Mulchen

Bei meiner Arbeit im Garten spielt das Mulchen eine wichtige Rolle. Dieses Bedecken der Erde mit verrottbarem Material liebe ich sehr. Ich verwende Gras, welches  beim Mähen der Wiese anfällt. Jetzt ist es noch zu früh um zu mähen, deshalb frage ich den Betreuer des Spielplatzes in meiner Nähe nach Gras. Wenn er wieder mäht, bringt er mir sicher wieder den Grasschnitt. Ich breite das Gras auf allen offenen Stellen im Gemüsegarten aus. Wenn es häufig regnet, breite ich nur 2 cm Gras auf. Besonders wirkungsvoll ist Mulchen bei Sonnenschein und Wärme, dann lege ich ca. 5cm Mulch aus. Der Mulch trocknet schnell ab und bildet eine schützende Kruste. Fällt Regen, schützt die Mulchschicht die Erde vor den aufprallenden Regentropfen. Ich brauch weder zu jäten noch zu gießen.  Ich gieße nur, wenn ich die Pflanzen frisch gesetzt habe. Die Pflanzen wachsen danach sehr gut. Die Erde unter der Mulchschicht bleibt feucht und krümelig. Unkraut kann nicht keimen. Die Regenwürmer und Kleinstlebewesen in der Erde freuen sich auch, Mulch ist Futter für sie. Das Bodenleben gedeiht. Ich passe auf, dass die Wiese von der das Gras kommt nicht mit Unkrautvernichtungsmittel behandelt wurde, auch chemisch gedüngt soll sie nicht sein.

Immer wieder bin ich überrascht darüber, wie schnell der Mulchteppich verschwunden ist.

Unter unseren Ribiselstauden (Johannisbeersträucher) wächst die Ackerwinde sehr stark. Ich habe dort Karton aufgelegt, Die Winden werden dadurch zurückgedrängt.

Ich wünsche Euch liebe Gärtner und Gärtnerinnen eine erfolgreiche Arbeit in Eurem grünen Reich und freue mich auf eure Erfahrungsberichte mit dem Mulchen.

Die Gärtnerin mit dem grünen Daumen

Schneckenzaunreport

Gartenjahr 2016

Jetzt habe ich es geschafft, gemeinsam mit meinem Sohn habe ich den Schneckenzaun montiert. Das war schwieriger als gedacht (wie so oft, wenn ich etwas unternehme). Ich kaufte ein Fabrikat der Firma Windhager. Es ist alles ganz einfach, so dachte ich, als ich die Beschreibung auf der Verpackung las, ich brauche die Teile nur in der Erde versenken und sie ineinanderstecken. Eckelemente und Halterungen, alles war mitgeliefert,  die Erde war weich, sodass die Teile leicht in die Erde drangen, aber dann …. merkte ich, dass die Teile nur für rechtwinkelige Beete geeignet waren und meine Beete sind das nicht!!

Also was tun? Meinen geschickten Nachbarn fragen, er kam und half, dass er dabei den Obergescheiten herauskehrte und mich spüren ließ, wie abhängig ich jetzt von ihm sei machte die Sache spannend. Er bog die Eckelemente in den Winkel, der für meine Beete passte. Zusätzlich nietete er die Eckelemente fest, sodass der Zaun sehr stabil ist.

Fazit: Ein gutes Produkt, das anfangs gleisend leuchtete, jetzt ist es angenehm matt und unauffällig. Haltbar ist es hoffentlich auch, besonders bei der Arbeit mit der Scheibtruhe (Kompost) ist das wichtig. Trotzdem bin ich vorsichtig.

Kosten: ca. 360€ , zusätzlich noch die Kosten für den „Helfer“

Zeitaufwand: Etwa 3 Stunden Arbeit fürs Aufstellen und 1,5 Stunden für den Einkauf, da  3 Personen arbeiteten, beträgt die gesamte Arbeitszeit 10,5 Stunden.

Im Frühjahr 2016 haben wir den Zaun montiert. Er hat sich im ersten Gartenjahr  bestens bewährt. Nur einige wenige Schnecken waren auf den Beeten, das erste Mal in meiner Gartenkarriere erntete ich ausreichend Petersilie. Kein Absammeln von Schnecken mehr! Die Arbeitszeit des Aufstellens hat sich damit längst  ausgezahlt.

 

Gartenjahr 2017

Im  Gartenjahr 2017 musste ich im April und Mai genau auf kleine kaum sichtbare   Schnecken achten, bei uns regnete es sehr viel und mit dem Kompost hatte ich mit Sicherheit  Schneckeneier aufs Beet gebracht. Jetzt dürfte ich das Problem gelöst haben. Ich muss 1 mal wöchentlich mit dem Trimmer rund um den Schneckenzaun mähen, sodass die Viecher keine Brücke in die Beete vorfinden (die nützen sie sonst sofort). Ich bin sehr zufrieden mit meinem Schneckenzaun und kann ihn zur Nachahmung empfehlen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit  und bei der Schneckenbekämpfung?

Die Wüste wird fruchtbar

In Ägypten hat ein Mann, Ibrahim Abouleish vor 40 Jahren Land in der Wüste gekauft.

Nach biologisch dynamischen Richtlinien hat er daraus blühendes Land geschaffen.

Mehr noch, das soziale, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Mitarbeitenden, Schüler, Studierenden und  Bauern blüht und gedeiht wie die Felder in der Wüste.

Die Vision ist Wirklichkeit. Welch eine Freude drüber zu lesen.

Leg ein Hügelbeet an

Viele Relikte vom Herbstputz sammeln sich jetzt an: Strauchschnitt, Äste vom Baumschnitt, Verwelktes aus Blumentöpfen, Laub….

Die Sammelstelle der Gemeinde wird gefüllt mit diesem Gut.

Ein Hügelbeet wäre ideal um all die biologischen Stoffe einer wunderbaren Metamorphose zuzuführen.

Mach ein Beet draus!

  •  Im Gemüsegarten oder auf der Wiese steckst du dir ein Beet von 1,20m Breite und beliebiger Länge aus. Das zukünftige Beet soll in nord- süd Richtung liegen, damit es gleichmäßig von der Sonne beschienen werden kann.
  • Entferne nun die Erde 10 cm tief,
  • falls du Wühlmäuse als Mitbwohner hast, lege den Boden mit Hasengitter aus,
  • nun lege die großen Äste – es können auch große Stämme sein- auf die entstandene Mulde
  • und forme aus den kleineren Ästen und all den anderen  verrottbaren Materialien ein Beet in der Form eines langgestreckten Hügels,
  • er soll bis zu 80 cm hoch sein
  • gib das Laub dazwischen.

Jetzt kommt der Moment der Entscheidung: Ruhen lassen

und warten ob noch Material daherkommt, zum Beispiel von Nachbarn (,,wir haben zuviel davon“…) oder ob letztes Laub von den Bäumen fällt, oder wenn der Baumschneider erst kommt….

oder gleich fertigstellen.

  • Falls du dich für Variante zwei entschieden hast, häufe die Erde die du anfangs weggeschaufelt hast auf den Hügel,sodass er ganz von Erde umhüllt ist. Hast du halbfertigen Kompost zur Hand, so kannst du ihn noch darauf schichten.
  •  Drücke nun an der Scheitelstelle des Beetes eine Rille handbreit längs des Beetes in die Erde
  • das hat den Zweck, das Niederschlagswasser und später das Gießwasser aufzufangen.

So ausgeformt kann der Hügel bis zu 1 Meter hoch sein.

  • Gib dem Hügel nun noch eine Decke aus Gras oder einem alten Fleckerlteppich, einer Wolldecke die nicht mehr taugt.. oder einer Plane, die wasserdurchlässig ist. Nun kannst du getrost dem Frühling entgegensehen, das Hügelbeet setzt sich inzwischen und ist im Frühling startbereit!

Wenn du noch wartest, so befülle das Beet mit all den Dingen die da noch kommen werden und erledige die letzten Arbeiten im Frühling.

Ich hab mein Hügelbeet im Frühling angelegt, im ersten Jahr war es sehr trocken, denn die Erde rieselte zwischen den Asten durch und die Wurzeln der Pflanzen kamen nicht daran. Im Herbst angelegt, setzt sich das Beet über den Winter und saugt sich mit Feuchtigkeit an. In beiden Fällen verrottet das Material langsam und gibt dabei Wärme an die Pflanzen ab. Es wird dabei immer flacher. Ist es verrottet, bleibt ein Beet mit wunderbar schwarzer lockerer Erde zurück.

Wohin mit dem vielen Laub?

Gerade jetzt sind die letzten Laubmassen von den Bäumen gefallen. Ich kenne Menschen die fast verzweifeln ob der Menge an Blättern, die ihnen zu Füßen liegen.

Sie haben einen Schatz vor sich, der gehoben werden soll!

In der Natur gibt es keinen Stoff, der aus dem Kreislauf von Werden und Vergehen herausfällt. Das Laub ist ein wertvolles Produkt zur Kompostbereitung.

So geht es: Zuerst rechen (harken) Sie  alles Laub zu Haufen, dann breiten Sie Laub unter den Obstbäumen aus. Dazu bilden Sie Kreise aus Laub mit einem Radius von einem Meter um den Stamm. Cirka 5 cm hoch kann das Laub liegen. Lassen Sie eine Hand breit Freiraum zwischen Baumstamm und Baumscheibe, (so heißt dieses Gebilde) dieser Freiraum verhindert, das die Baumrinde fault. Als Abschluss schütten Sie einige Schaufel voll Kompost über das Laub, damit der Wind das Laub nicht wegbläst. Wer noch ein Übriges tun will, leert etwas Urgesteinsmehl darüber. Fertig, den Rest erledigen die Regenwürmer. Im Frühjahr ist ihr Werk großteils beendet, sie hinterlassen beste Regenwurmerde und haben gleichzeitig die Erde gelockert, sodass die Wurzeln des Baumes entlang der Wurmgänge in die Tiefe wachsen können, bis zu vier Meter graben die Würmer ihre Gänge. Der Baum hat dadurch die Möglichkeit Feuchtigkeit aus diesen Tiefen zu saugen.

Auch Sträucher lieben eine Decke aus Laub, sowohl Beerensträucher als auch Ziersträucher.

Blumenbeete werden über den Winter mit Laub bedeckt, denn im biologisch bearbeiteten Garten soll kein Fleckchen Erde nackt daliegen, genauso wie  die Natur es uns vormacht!

Also, nichts wie hinaus und das Laub ausbreiten.

Es bleibt oft noch Laub übrig, denn zu dick darf es nicht ausgebreitet werden, sonst fault es und Fäulnis ist Gift für den Boden und seine Kleinlebewesen.

Was also damit anfangen? Entsorgen? Niemals, das Laub ist kostbar! Eine dünne Schicht (1cm) können Sie auf die Gemüsebeete streuen und der Rest kommt auf den Kompost. Wer immer noch Laub übrig hat, besorgt sich am Besten Kompostbehälter aus Drahtgeflecht (Gartencenter)und stellt sie dort auf, wo das Laub liegt. Schichten Sie 20cm Laub in den Behälter, dann geben Sie einige Schaufeln Kompost (fertigen oder Rohkompost) und streuen  soviel magnesiumsauren Kalk über die Masse, wie eine sparsame Hausfrau Zucker über ihren Kuchen. Fahren Sie mit dem Schichten fort, bis alles Laub aufgebraucht ist. Sie gewinnen besten Laubkompost, wenn Sie den Haufen nach einem Jahr umgraben (im Fachbegriff umsetzten) und ihn solange ruhen lassen, bis sich keine Regenwürmer mehr im Kompost befinden und das Produkt nach Walderde duftet. Diese Erde kann der Blumenerde zugesetzt werden oder unter Rhododendren, Hortensien und Azaleen gesteut werden. Für Gemüsegarten mischt man sie mit Kompost aus Gartenabfällen. Also gutes Gelingen und beschauliche Wintertage. Die Kleinstlebewesen und Regenwürmer arbeiten für Sie!

Ihre Gärtnerin mit dem grünen Daumen.

Kompost bereiten auf dem Balkon?

Für alle Balkon-und Terrassengärtner gibt es eine praktische Möglichkeit selbst Kompost zu bereiten. Regenwurmkiste heißt die Wunderkiste, in der Regenwürmer aus Küchenabfällen, Zeitungspapier und etwas Erde besten Kompost erzeugen.Bedeutsam ist auch der Aspekt, dass organische Abfälle aus dem Haushalt direkt recycelt werden. Laut Erfahrungsberichten, ist das Aufstellen im Keller gut geeignet um die Kiste zu betreiben. Richtig gewartet, gibt es keine Geruchsbelästigung! Im Internet gibt es Bauanleitungen und Bausätze zum Ansehen und Bestellen. Auch Regenwürmer gibt es per Bestellung. Einfach „Regenwurmkiste“ eingeben. Der Frühling ist die ideale Gelegenheit für ein neues Projekt, also: Regenwürmer als neue Haustiere!

Kompostkiste für die Wohnung E-Mail