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Dankbarkeit

Wofür ich dankbar bin: Ich habe ein warmes Bett,

ich kann im Trockenen sitzen, wenn es draußen regnet,

ich habe genug zu essen,

ich drehe den Wasserhahn auf und frisches, sauberes Trinkwasser fließt aus dem Hahn..hm, kühl,

ich habe verläßliche Freunde,

mein Heimatland ist sicher und demokratisch organisiert.

Jeden Tag habe ich Grund  dankbar zu sein.

Bruder David Steindl Rast gibt den Impuls ein Tagebuch der Dankbarkeit zu führen. So oft mir ein Grund für Dankbarkeit einfällt, werde ich ihn aufschreiben.

Das habe ich vor.

http://www.gratefulness.org, das ist die Formel für gutes Leben, denn Dankbarkeit macht etwas mit uns, es verändert uns und macht uns dankbar für das, was wir haben. Jetzt, nicht dann wenn wir es verloren haben.

Ein gutes neues Jahr, voller Dankbarkeit und (wieder) Gottes Segen

wünscht Euch die Gärtnerin mit dem grünen Daumen (der schläft gerade, solange bis es Frühling wird).

 

 

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Orangenlikör selbst gemacht

Noch gibt es sie, die wunderbar aromatischen duftenden Bio Orangen aus Italien. Aus der Schale können Sie einen guten Orangenlikör ansetzen. Meiner ruht schon seit elf Tagen in der Flasche.

Das brauchen Sie:

8 Orangen in Bioqualität

2l Ansatzkorn 38%

38 dag Zucker

1 Vanilleschote

So wirds gemacht:

Die Orangen sehr dünn  schälen und die Schale fein schneiden,

ein Zestenreißer leistet dabei beste Dienste,

die Schalen in eine weithalsige Flasche geben,

Vanilleschote aufschlitzen und in die Flasche stecken,

Zucker dazu leeren und mit dem

Alkohol übergießen.

Die Flasche gut verschließen und an einem warmen Ort 4 Wochen lang stehen lassen.

Jeden Tag wird sie gründlich geschüttelt.

Nach 4 Wochen seihen Sie den Ansatz ab und drücken die Zesten gut aus. Füllen Sie die Flüssigkeit in Flaschen ab und lassen Sie diese einige Monate lang kühl ruhen. Der Likör entfaltet erst dann sein Aroma.

Ein Tipp:

Mit diesem Likör können Sie Crepe Suzette flambieren, schmeckt wunderbar!

Ich wünsche gutes Gelingen und „wohl bekomm`s“.

 

 

 

 

 

 

 

Mein Lieblingsbrot

backe ich selbst.

Gelingt immer. Die Zutaten sind einfach und billig. Wer eine Getreidemühle hat ist fein heraussen, sonst mahlt man sein Getreide im Biosupermarkt oder kauft Vollmehl.

Etwas Zeit und Ruhe brauchst Du, diese Zutaten sind kostbar, ich weiß.

Zutaten:

50dag Roggenvollkornmehl

25dag Dinkelvollkornmehl

25dag Dinkelweißmehl

3 Esslöffel Sauerteig oder 1Packung Trockensauerteig

ca. 0,75l -1l lauwarmes Wasser

1 Esslöffel Salz

1 Kaffeelöffel Kümmel

1 Kaffeelöffel Fenchelsamen

1 Kaffeelöffel Koriandersamen

Zubereitung:

Sauerteig: Mische den Trockensauerteig mit 4 Esslöffel Vollmehl und soviel lauwarmem Wasser, dass ein dünner Brei entsteht.

Bedecke das Gefäß mit einem Geschirrtuch und stelle es an einen warmen Ort.

Rühre den Brei einmal täglich gut um. Nach 2 bis 3 Tagen riecht der Teig gut säuerlich und ist fertig zum Brotbacken.

Mische 50 dag Roggenmehl mit dem Sauerteig, gib

ca. 0,75l lauwarmes Wasser dazu und verrühre es gründlich, es soll ein weicher Brei entstehen.

Decke das Gefäß mit einem Geschirrtuch zu und stell es für 7 Stunden an einen warmen Ort.

Rühre 25 dag Dinkelvollmehl und 25dag Dinkelweißmehl dazu

gib die Gewürze unddas Salz dazu und mische soviel warmes Wasser dazu, dass ein weicher Teig entsteht, den

knete kräftig mit den Händen ca. 10 Minuten lang bis er schmatzende Geräusche von sich gibt (er schnalzt“),

lasse den Teig 2 Stunden lang rasten an einem warmen Ort,

entnimm 3-4 Esslöffel des Teiges und fülle ihn in ein Schraubglas, hebe dieses im Kühlschrank für das nächste Backen auf,

fülle den Teig in eine befettete und bemehlte Kastenform, streue Dinkelmehl auf die Oberfläche und schneide mit einem langen Messer (vorher in Wasser tauchen) längs eine tiefe Rille durch den Teig. Decke die Form wieder zu und stelle sie an einen warmen Ort.

Heize das Backrohr auf 250° auf

schiebe das Brot nach Erreichen der Temperatur auf die unterste Schiene des Rohres,

nach 15 Minuten reduzierst du die Hitze auf 175° und bäckst das Brot 45 Minuten lang weiter,

schalte das Rohr aus und lass das Brot noch 10 Minuten im geschlossenen Rohr,

stürze das Brot auf ein Gitter und lasse es auskühlen.

Guten Appetit!

 

 

Schneckenzaunreport

Gartenjahr 2016

Jetzt habe ich es geschafft, gemeinsam mit meinem Sohn habe ich den Schneckenzaun montiert. Das war schwieriger als gedacht (wie so oft, wenn ich etwas unternehme). Ich kaufte ein Fabrikat der Firma Windhager. Es ist alles ganz einfach, so dachte ich, als ich die Beschreibung auf der Verpackung las, ich brauche die Teile nur in der Erde versenken und sie ineinanderstecken. Eckelemente und Halterungen, alles war mitgeliefert,  die Erde war weich, sodass die Teile leicht in die Erde drangen, aber dann …. merkte ich, dass die Teile nur für rechtwinkelige Beete geeignet waren und meine Beete sind das nicht!!

Also was tun? Meinen geschickten Nachbarn fragen, er kam und half, dass er dabei den Obergescheiten herauskehrte und mich spüren ließ, wie abhängig ich jetzt von ihm sei machte die Sache spannend. Er bog die Eckelemente in den Winkel, der für meine Beete passte. Zusätzlich nietete er die Eckelemente fest, sodass der Zaun sehr stabil ist.

Fazit: Ein gutes Produkt, das anfangs gleisend leuchtete, jetzt ist es angenehm matt und unauffällig. Haltbar ist es hoffentlich auch, besonders bei der Arbeit mit der Scheibtruhe (Kompost) ist das wichtig. Trotzdem bin ich vorsichtig.

Kosten: ca. 360€ , zusätzlich noch die Kosten für den „Helfer“

Zeitaufwand: Etwa 3 Stunden Arbeit fürs Aufstellen und 1,5 Stunden für den Einkauf, da  3 Personen arbeiteten, beträgt die gesamte Arbeitszeit 10,5 Stunden.

Im Frühjahr 2016 haben wir den Zaun montiert. Er hat sich im ersten Gartenjahr  bestens bewährt. Nur einige wenige Schnecken waren auf den Beeten, das erste Mal in meiner Gartenkarriere erntete ich ausreichend Petersilie. Kein Absammeln von Schnecken mehr! Die Arbeitszeit des Aufstellens hat sich damit längst  ausgezahlt.

 

Gartenjahr 2017

Im  Gartenjahr 2017 musste ich im April und Mai genau auf kleine kaum sichtbare   Schnecken achten, bei uns regnete es sehr viel und mit dem Kompost hatte ich mit Sicherheit  Schneckeneier aufs Beet gebracht. Jetzt dürfte ich das Problem gelöst haben. Ich muss 1 mal wöchentlich mit dem Trimmer rund um den Schneckenzaun mähen, sodass die Viecher keine Brücke in die Beete vorfinden (die nützen sie sonst sofort). Ich bin sehr zufrieden mit meinem Schneckenzaun und kann ihn zur Nachahmung empfehlen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit  und bei der Schneckenbekämpfung?

Orangenzeit

Jetzt sind sie da, die orangefarbenen Kugeln, duftend, goldgelb und in Bioqualität.. Ich liebe sie und ihren Geschmack. Nach dem Genuss bleiben die Schalen übrig, viel zu schade um sie wegzuwerfen, ich mach ARANZINI daraus:

So geht es:

Orangenschalen waschen, die  weiße innereSchale teilweise entfernen.

Die verbliebenen Orangenschalen über Nacht in Wasser einweichen, das Wasser abseihen.

Zuckerlösung aus 1 Teil Wasser und 1 Teil Zucker bereiten ( richtet sich nach der Menge der Orangenschalen,) ich nehm  1/4 Liter Wasser und 25 dag Zucker, die vorbereiteten Orangenschalen darin kochen, ca. 1 Stunde lang. Den Topf offen lassen (kein Deckel drauf).

Ein Backblech mit Öl bestreichen und die Schalen samt Zuckersirup auf das Blech gießen und auskühlen lassen.

Die Aranzini im Dörrapparat oder im Backrohr trocknen.  Im Schraubglas verschlossen aufbewahrt halten sie bis in den nächsten Winter. Dann haben sie ihren großen Auftritt in meinem Früchtebrot.

Rezept folgt verläßlich Anfang Advent 2017 .

 

HASELNUSSKUCHEN

25 dag Butter mit

20 dag Staubzucker,

1 Päckchen Vanillezucker verrühren bis die Masse glatt und homogen ist.

4 Eidotter dazugeben, glatt verrühren

25 dag Haselnüsse gerieben dazufügen und verrühren

3 Esslöffel voll Aranzini  kleingeschnitten dazugeben,

4 Eiklar und

1 Prise Salz zu steifem Schnee schlagen,

25 dag Weizenmehl (auch Vollmehl) mit

3 Teelöffel Backpulver vermischen

2cl Weinbrand oder Orangenlikör

Schnee, Mehl- Backpulvergemisch und Weinbrand (Orangenlikör) zur

Butter -Dottermasse geben, vorsichtig vermischen.

Eine Kastenform (35cm lang) mit Fett ausstreichen und mit Mehl bestäuben.

Die Masse in die Form füllen und bei 175 Grad ca. 1 Stunde backen, Ober- Unterhitze.

Den Kuchen aus der Form nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

Gutes Gelingen wünsche ich!

Meine Haselnüsse stammen von unseren eigenen Sträuchern, das Auslösen brauchte Zeit, der Kuchen schmeckte unvergleichlich gut.

Der nächste Eintrag wird ein Rezept für Orangenlikör sein, bis bald!

Sind die Rezepte verständlich beschrieben?

Können Sie sie nachkochen?

Bleiben Fragen offen?

Über Rückmeldungen freue ich mich sehr. Anfragen, Kritik sind auch willkommen.

Sie regen mich zu neuen Themen an.

Eure Gärtnerin mit dem grünen Daumen.

 

 

 

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Offener Brief von Sepp Holzer

 https://youtu.be/wclF96m-5WY

Offener Brief an die Verantwortlichen in der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft

Sepp Holzer

Meine Vorstellungen von einem verantwortungsvollen, natürlichen Leben

Probleme der Gegenwart und meine Lösungsvorschläge

Du kommst auf die Welt, meist in einer sterilen Klinik und dort werden dir gleich die natürlichen Wurzeln gekappt. Du wirst geimpft und mit unnatürlichem Chemiefraß aufgepäppelt. Eine natürliche Geburt im Familienverband und ein natürliches Aufwachsen wären der richtige Start für das zukünftige Leben des jungen Menschen. Jeder „Erdenbürger“ hat ein Anrecht, von Geburt aus, auf ein Stück Erde. Eine Landreform, die dies berücksichtigt ist längst überfällig.

Durch ein isoliertes Aufwachsen von unserer Natur und ihren Mitlebewesen verlieren wir jede natürliche Beziehung zu unserer Mitwelt. Ein Aufwachsen in Symbiose mit Pflanzen, Tier und Menschen ermöglicht jedoch ein Erfahren im Miteinander und schärft in dir die Aufgabe deines Handelns als denkendes Individuum, deiner Aufgabe des Lenkens und nicht des Bekämpfens gerecht zu werden. Durch das Beobachten deiner Mitlebewesen wirst du feststellen, dass die Natur perfekt ist und die Schöpfung an alle gedacht hat; dass alles miteinander in Verbindung steht und dass es hier nichts zu verbessern gibt. Es ist deine Aufgabe, das zu bewahren.

Es gibt keinen „Dummen“ oder „Gescheiten“, jede/r kommt zurecht, wenn er/sie nicht bevormundet wird. Die „Dummen“ und die „Gescheiten“ machen nur wir Menschen selbst, damit die Schwächeren benutzt werden können. Ich habe bei meinen Projekten mit allen Menschen (Erwachsene, Kinder, Waisen- Straßen- und Müllkindern etc.) auf der ganzen Welt, nur die besten Erfahrungen gemacht. Also nicht bevormunden, sondern ihnen die Möglichkeit bieten, ihre Fähigkeiten auszuleben. Erfolgserlebnis, Freude, Anerkennung ist der höchste Lohn, die beste Therapie und ergibt auch einen ökonomischen Sinn. Ein praktisches Beispiel hierfür wäre mein Projekt BERTA, der Lebenshilfe in Bad Aussee/Steiermark. Dies ist die erste Rollstuhl gerechte Holzer’sche Permakultur Europas.

Generationenproblem – eine große Lücke in unserer Gesellschaft

Unsere Eltern und Großeltern langweilen sich zu Tode in den Altersheimen. Die Kinder und Enkelkinder verblöden bei den PC-Spielen/Videospielen und vor dem Fernseher. Sinn der Schöpfung ist es, dass alte Menschen ihre Erfahrungen und Weisheiten den Kindern und Enkelkindern weitergeben. Die Kinder haben ein Recht darauf, und können sich so viel besser auf ihr Leben vorbereiten. Uns muss bewusst werden, dass wir hier einen ganz großen Fehler begehen. Ein Generationenhaus und Gemeinschaftsprojekte sollen ermöglichen, diese Lücke in der Gesellschaft zu schließen. Der Unterricht soll zu 50:50 Praxis u. Theorie aufgeteilt werden. Zu jedem Kindergarten gehört ein Garten, zu jeder Schule eineLandwirtschaft und zu jeder Universität ein Gutshof. Das sind die praktischen Experimentiermöglichkeiten und Ausbildungsstätten für die Zukunft unserer Kinder und somit für die Zukunft der Gesellschaft.

Bildung – Spezialisierung – Fortschritt – Verblödung

Durch die heutige moderne, so genannte fortschrittliche Ausbildung, werden junge Menschen von der Natur weg erzogen und entwurzelt. Wenn du die die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Symbiosen im Kreislauf der Natur nicht selbst beobachtet hast, kannst du sie auch nicht erkennen und verstehen. Du kannst dich auch nicht einklinken in diesen Kreislauf der Perfektion der Schöpfung.

Was ist die Folge? Anstatt zu begreifen, wie die Kreisläufe der Natur funktionieren, glaubst du, du kannst sie verbessern und fängst an, sie zu bekämpfen, statt zu begreifen. Deine Aufgabe wäre, nur lenkend in die Natur einzugreifen. Hausverstand und kreatives Denken ist gefordert.

Unsere Kinder und Enkelkinder verblöden in den Schulen und Universitäten, ja zum Teil vergammeln sie noch. Nicht vielleicht, weil die Lehrer und Professoren zu „dumm“ sind, nein, weil sie nur nach Lehrplan unterrichten müssen, hinter dem sie oft selber gar nicht stehen. Sie lassen sich verwenden von den Politikern und Lobbyisten. Aber wo ein Wille, da gibt’s auch einen Weg, Herr Professor!! Ist der Professor aber von einer politischen Partei abhängig, oder von Lobbyisten beeinflusst, dann kann und wird er nichts ändern. Die abgehobene Wissenschaft hat sich so weit von der Praxis entfernt, dass ihre Theorie von der breiten Masse nicht mehr verstanden und angenommen wird. Es fehlen schon mehrere Glieder im Kreislauf dieser Kette.

Die Wissenschaft und Politik hat es bis heute verabsäumt, auf die ungeheuren Umweltzerstörungen (Klimaerwärmung) entsprechend zu reagieren. Der Einfluss von Geld und Korruption verhindert scheinbar die notwendigen Reaktionen und Maßnahmen. Die Katastrophen werden Ausmaße erreichen, die den Kollaps dieses kranken Systems herbeiführen.

Die Verschmutzung der Luft, die Verseuchung des Wassers und der Erde durch Einsatz von Chemie und Kunstdünger in der Monokulturlandwirtschaft beraubt uns einer gesunden Lebensgrundlage. Die Nahrung ist deine Medizin. Der Bauer soll Lebensmittel erzeugen und nicht nur Bauch füllende, chemieverseuchte, durch Monokultur minderwertige, belastende Nahrungsmittel. Er soll als Lehrer den Mitmenschen einen respektvollen Umgang mit ihren Mitlebewesen, Pflanzen und Tieren der Mutter Erde vermitteln.

Die Realität sieht leider ganz anders aus. Durch EU-Richtlinien, Förderauflagen, hat man den Bauer abhängig und süchtig gemacht. Der Bauer wurde zum Subventionsempfänger degradiert. Prämien sollen die Einschränkungen und Benachteiligungen ausgleichen. Diese Förderungen oder so genannte Ausgleichszahlungen sind ja nur eine teilweise Schadensabgeltung einer verfehlten Landwirtschaftspolitik der nationalen und EU-Gesetze und Verordnungen. Wachsen oder Weichen ist die Devise der EU. Spezialisieren, modernisieren, Massentierhaltung. Die Tiere werden nur mehr als Ware behandelt. Die Beziehung zu den Mitlebewesen geht verloren. Massentierquälerei ist die Folge. Weitere Folgen sind die Verstümmelungen der Mitlebewesen durch Enthornen, Kupieren von Schnäbeln u. Flügeln oder Schwänzen, Stromschläge durch Kuhtrainer, Verschandelung durch unnötig große Ohrmarken, usw. Eine derart geschundene Kreatur kann auch keine gesunden Lebensmittel liefern. Fühlt sich das Tier nicht wohl, ist auch das Produkt belastet.

Der Bauer ist die Seele des Volkes! Stirbt der Bauer, stirbt das Land!

Durch die verordnete Landbewirtschaftung geht altes Kulturgut unwiederbringlich verloren. Alte und seit Jahrhunderten bewährte Veredelungs- und Verarbeitungsmethoden werden per EU-Verordnung verhindert bzw. verboten. Zentrale, riesige Verarbeitungsstätten wie Schlachthöfe, Großbäckereien, Brennereien, Molkereien und Käsereien usw. werden mit der Verarbeitung beauftragt und hoch gefördert. Damit diese jedoch ausgelastet sind, hat man den Bauern die Möglichkeiten der Selbstverarbeitung und Veredlung ihrer eigenen Produkte erschwert bzw. entzogen.

Bei dem verbleibenden, kleinen Rest der Biobauern, wurden die Förderungen der EU (Schadensabgeltungen) gekürzt, und die Schikanen (Auflagen) erhöht. Alles weitere, weiß man, regelt sich dann ja von selbst. Der Bauer als Sklave auf seinem eigenen Hof, meist hoch verschuldet durch die Übermechanisierung und Spezialisierung, abgerackert, bevormundet und von all den administrativen Aufgaben und Schikanen unseres aufgeblähten Verwaltungsapparates überfordert, fristet er sein Leben in der totalen Abhängigkeit. Wen wundert es da noch, wenn die Kinder den Leidensweg der Eltern nicht fortsetzen möchten?

Die Lösung aller Probleme:

Zivilcourage und nicht Lemmingverhalten ist notwendig, um sich gegen diesen praxisfremden, aufgeblähten Verwaltungsapparat zur Wehr zu setzen. Versetze dich hinein in dein Gegenüber, in die Pflanzen, Tiere, ja auch den Menschen, und frage dich, ob du dich an dessen Stelle wohl fühlen würdest. Fühlt sich der Regenwurm wohl, ist der Boden gesund. Auch die Pflanze und das Tier fühlen sich dann wohl, wenn sie im richtigen Biotop und in Freiheit leben können. Den größten Erfolg und Vorteil hast du, wenn du die Geschicke richtig lenkst. Den Boden nutzen und nicht ausnutzen. Vielfalt und nicht Einfalt erhält das System. Es ist dein Auftrag der Schöpfung, die Geschicke zu lenken und nicht zu bekämpfen. Die Natur ist perfekt. Da gibt es nichts zu verbessern. Wenn du das jedoch versuchst, so ist das Selbstbetrug. Die Natur ist auch vollkommen, die Fehler machen nur wir Menschen. Angst wird dir eingeflößt – befreie dich davon, denn Angst ist der schlechteste Begleiter im Leben. Durch einen respektvollen Umgang mit der Schöpfung und deinen Mitlebewesen profitierst du selbst am meisten und Bauer sein, wird zum schönsten Beruf.

Sepp Holzer