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Mulchen

Bei meiner Arbeit im Garten spielt das Mulchen eine wichtige Rolle. Dieses Bedecken der Erde mit verrottbarem Material liebe ich sehr. Ich verwende Gras, welches  beim Mähen der Wiese anfällt. Jetzt ist es noch zu früh um zu mähen, deshalb frage ich den Betreuer des Spielplatzes in meiner Nähe nach Gras. Wenn er wieder mäht, bringt er mir sicher wieder den Grasschnitt. Ich breite das Gras auf allen offenen Stellen im Gemüsegarten aus. Wenn es häufig regnet, breite ich nur 2 cm Gras auf. Besonders wirkungsvoll ist Mulchen bei Sonnenschein und Wärme, dann lege ich ca. 5cm Mulch aus. Der Mulch trocknet schnell ab und bildet eine schützende Kruste. Fällt Regen, schützt die Mulchschicht die Erde vor den aufprallenden Regentropfen. Ich brauch weder zu jäten noch zu gießen.  Ich gieße nur, wenn ich die Pflanzen frisch gesetzt habe. Die Pflanzen wachsen danach sehr gut. Die Erde unter der Mulchschicht bleibt feucht und krümelig. Unkraut kann nicht keimen. Die Regenwürmer und Kleinstlebewesen in der Erde freuen sich auch, Mulch ist Futter für sie. Das Bodenleben gedeiht. Ich passe auf, dass die Wiese von der das Gras kommt nicht mit Unkrautvernichtungsmittel behandelt wurde, auch chemisch gedüngt soll sie nicht sein.

Immer wieder bin ich überrascht darüber, wie schnell der Mulchteppich verschwunden ist.

Unter unseren Ribiselstauden (Johannisbeersträucher) wächst die Ackerwinde sehr stark. Ich habe dort Karton aufgelegt, Die Winden werden dadurch zurückgedrängt.

Ich wünsche Euch liebe Gärtner und Gärtnerinnen eine erfolgreiche Arbeit in Eurem grünen Reich und freue mich auf eure Erfahrungsberichte mit dem Mulchen.

Die Gärtnerin mit dem grünen Daumen

Leg ein Hügelbeet an

Viele Relikte vom Herbstputz sammeln sich jetzt an: Strauchschnitt, Äste vom Baumschnitt, Verwelktes aus Blumentöpfen, Laub….

Die Sammelstelle der Gemeinde wird gefüllt mit diesem Gut.

Ein Hügelbeet wäre ideal um all die biologischen Stoffe einer wunderbaren Metamorphose zuzuführen.

Mach ein Beet draus!

  •  Im Gemüsegarten oder auf der Wiese steckst du dir ein Beet von 1,20m Breite und beliebiger Länge aus. Das zukünftige Beet soll in nord- süd Richtung liegen, damit es gleichmäßig von der Sonne beschienen werden kann.
  • Entferne nun die Erde 10 cm tief,
  • falls du Wühlmäuse als Mitbwohner hast, lege den Boden mit Hasengitter aus,
  • nun lege die großen Äste – es können auch große Stämme sein- auf die entstandene Mulde
  • und forme aus den kleineren Ästen und all den anderen  verrottbaren Materialien ein Beet in der Form eines langgestreckten Hügels,
  • er soll bis zu 80 cm hoch sein
  • gib das Laub dazwischen.

Jetzt kommt der Moment der Entscheidung: Ruhen lassen

und warten ob noch Material daherkommt, zum Beispiel von Nachbarn (,,wir haben zuviel davon“…) oder ob letztes Laub von den Bäumen fällt, oder wenn der Baumschneider erst kommt….

oder gleich fertigstellen.

  • Falls du dich für Variante zwei entschieden hast, häufe die Erde die du anfangs weggeschaufelt hast auf den Hügel,sodass er ganz von Erde umhüllt ist. Hast du halbfertigen Kompost zur Hand, so kannst du ihn noch darauf schichten.
  •  Drücke nun an der Scheitelstelle des Beetes eine Rille handbreit längs des Beetes in die Erde
  • das hat den Zweck, das Niederschlagswasser und später das Gießwasser aufzufangen.

So ausgeformt kann der Hügel bis zu 1 Meter hoch sein.

  • Gib dem Hügel nun noch eine Decke aus Gras oder einem alten Fleckerlteppich, einer Wolldecke die nicht mehr taugt.. oder einer Plane, die wasserdurchlässig ist. Nun kannst du getrost dem Frühling entgegensehen, das Hügelbeet setzt sich inzwischen und ist im Frühling startbereit!

Wenn du noch wartest, so befülle das Beet mit all den Dingen die da noch kommen werden und erledige die letzten Arbeiten im Frühling.

Ich hab mein Hügelbeet im Frühling angelegt, im ersten Jahr war es sehr trocken, denn die Erde rieselte zwischen den Asten durch und die Wurzeln der Pflanzen kamen nicht daran. Im Herbst angelegt, setzt sich das Beet über den Winter und saugt sich mit Feuchtigkeit an. In beiden Fällen verrottet das Material langsam und gibt dabei Wärme an die Pflanzen ab. Es wird dabei immer flacher. Ist es verrottet, bleibt ein Beet mit wunderbar schwarzer lockerer Erde zurück.

Wohin mit dem vielen Laub?

Gerade jetzt sind die letzten Laubmassen von den Bäumen gefallen. Ich kenne Menschen die fast verzweifeln ob der Menge an Blättern, die ihnen zu Füßen liegen.

Sie haben einen Schatz vor sich, der gehoben werden soll!

In der Natur gibt es keinen Stoff, der aus dem Kreislauf von Werden und Vergehen herausfällt. Das Laub ist ein wertvolles Produkt zur Kompostbereitung.

So geht es: Zuerst rechen (harken) Sie  alles Laub zu Haufen, dann breiten Sie Laub unter den Obstbäumen aus. Dazu bilden Sie Kreise aus Laub mit einem Radius von einem Meter um den Stamm. Cirka 5 cm hoch kann das Laub liegen. Lassen Sie eine Hand breit Freiraum zwischen Baumstamm und Baumscheibe, (so heißt dieses Gebilde) dieser Freiraum verhindert, das die Baumrinde fault. Als Abschluss schütten Sie einige Schaufel voll Kompost über das Laub, damit der Wind das Laub nicht wegbläst. Wer noch ein Übriges tun will, leert etwas Urgesteinsmehl darüber. Fertig, den Rest erledigen die Regenwürmer. Im Frühjahr ist ihr Werk großteils beendet, sie hinterlassen beste Regenwurmerde und haben gleichzeitig die Erde gelockert, sodass die Wurzeln des Baumes entlang der Wurmgänge in die Tiefe wachsen können, bis zu vier Meter graben die Würmer ihre Gänge. Der Baum hat dadurch die Möglichkeit Feuchtigkeit aus diesen Tiefen zu saugen.

Auch Sträucher lieben eine Decke aus Laub, sowohl Beerensträucher als auch Ziersträucher.

Blumenbeete werden über den Winter mit Laub bedeckt, denn im biologisch bearbeiteten Garten soll kein Fleckchen Erde nackt daliegen, genauso wie  die Natur es uns vormacht!

Also, nichts wie hinaus und das Laub ausbreiten.

Es bleibt oft noch Laub übrig, denn zu dick darf es nicht ausgebreitet werden, sonst fault es und Fäulnis ist Gift für den Boden und seine Kleinlebewesen.

Was also damit anfangen? Entsorgen? Niemals, das Laub ist kostbar! Eine dünne Schicht (1cm) können Sie auf die Gemüsebeete streuen und der Rest kommt auf den Kompost. Wer immer noch Laub übrig hat, besorgt sich am Besten Kompostbehälter aus Drahtgeflecht (Gartencenter)und stellt sie dort auf, wo das Laub liegt. Schichten Sie 20cm Laub in den Behälter, dann geben Sie einige Schaufeln Kompost (fertigen oder Rohkompost) und streuen  soviel magnesiumsauren Kalk über die Masse, wie eine sparsame Hausfrau Zucker über ihren Kuchen. Fahren Sie mit dem Schichten fort, bis alles Laub aufgebraucht ist. Sie gewinnen besten Laubkompost, wenn Sie den Haufen nach einem Jahr umgraben (im Fachbegriff umsetzten) und ihn solange ruhen lassen, bis sich keine Regenwürmer mehr im Kompost befinden und das Produkt nach Walderde duftet. Diese Erde kann der Blumenerde zugesetzt werden oder unter Rhododendren, Hortensien und Azaleen gesteut werden. Für Gemüsegarten mischt man sie mit Kompost aus Gartenabfällen. Also gutes Gelingen und beschauliche Wintertage. Die Kleinstlebewesen und Regenwürmer arbeiten für Sie!

Ihre Gärtnerin mit dem grünen Daumen.

Biologischer Gemüsegarten

Hallo liebe (zukünftige) Gärtnerinnen und Gärtner!

Sie schätzen biologisch gezogenes Obst und Gemüse und Kräuter? Frische Kräuter und Salate vom eigene Balkon oder Garten schmecken wunderbar aromatisch. Sie sind unvergleichlich besser als gekaufte Produkte. Bei der Umsetzung Ihres Traumes bin ich Ihnen gerne behilflich.Kleiner Garten? Nur ein Balkon? Wenig Zeit? Trotz all dieser Bedingungen ist ein lustvolles, erfolgreiches Gärtnern möglich.

Sie haben ein Stück Boden? Der biologische Gemüsegarten kann entstehen. Achten sie darauf dass ihr zukünftiger biologischer Gemüsegarten genügend Abstand zu stark befahrenen Strassen hat. Wählen sie jenen Platz für ihren biologischen Gemüsegarten aus, der am längsten von der Sonne beschienen wird. Stecken sie die Beete mit Stäben ab, an die sie eine Schnur binden. Gerade jetzt im Herbst liegt viel Laub am Boden, dieses können sie sammeln und auf den zukünfigen Beeten verteilen. Achten sie darauf , dass das Laub nicht von vielbefahrenen Strassen stammt. Unter das Laub können sie auch Obst- und Gemüseabfälle aus der Küche schichten. Reisigzweige, Äste, oder Wachstumsfolie (Lagerhaus, Gartenbedarf) werden darübergelegt. Wachstumsfolien sind Kunststofffolien die durch Schlitze oder kleine Öffnungen Wasser und Luft durchlassen.Sie verhindern das Wegblasen des Laubes durch den Wind. Wenn sie noch ein Übriges tun wollen, können sie Urgesteinsmehl darüber streuen. Den Rest besorgen die Regenwürmer. Sie wandeln die organischen Stoffe in kostbare Erde um. Also in Ruhe lassen bis der Frühling kommt!

Bitte beachten sie:

Nur rohe Abfälle verwenden,

am besten eignen sich Reste von Biogemüse

Stroh soll aus biologischer Landwirtschaft sein

Hier noch Praktisches zu der Dimensionierung der Beete:

Beete haben eine Breite von 1,20m, so kann man das Beet von beiden Seiten gut bearbeiten. Die Länge kann beliebig sein.

Die Wege zwischen den Beeten sind 20cm breit.

Wieviele Beete sollen es sein?

Der vorhandene Platz bestimmt wieviele Beete sie anlegen. Mindestens drei sollen es sein, um die Pflanzen immer wieder an anderen Plätzen ansetzen zu können. GärtnerInnen nennen das Fruchtwechsel.

Im Winter, während der biologische Gemüsegarten ruht und seinem Erwachen im Frühjahr entgegenschläft, können sie planen, welche Gemüsearten und Kräuter sie im Frühling anpflanzen wollen.

Der biologische Gemüsegarten auf Balkon und Terrasse

Sie haben keinen Platz für Beete und wollen doch biologisches Gemüse ziehen?

Kein Problem, ausgediente Bäckerkisten, große Blumentöpfe oder andere Gefäße sind auch geeignet.

Wichtiges für ihren biologischen Gemüsegarten in Kisten und Töpfen:

Der Platz auf dem ihr biologischer Gemüsegarten entstehen soll, soll sonnig, windgeschützt und geschützt vor Abgasen sein.

Als Windschutz kann eine Plane dienen, die an Stäben oder dem Balkongitter befestigt wird.

Bäckerkisten kleiden sie mit Karton aus. Auch Holzkisten mit Spalten können so vorbereitet werden. Wichtig ist , dass keine Erde herausrieselt. Achten sie darauf, das genügend Abzugslöcher für Wasser vorhanden sind. Auch diese Gefäße können im Herbst mit Laub ausgekleidet und mit Urgesteinsmehl bestreut werden. Mit Jutesäcken, Wachstumsfolien oder Zweigen decken sie die Gefäße zu. Im Frühjahr können sie dann biologische Erde auf das Laub schütten und die Kisten auffüllen.

Bitte beachten sie:

Blumentöpfe sind nicht winterhart und zerspringen bei starkem Frost. Also stellen sie die Töpfe erst im Frühling ins Freie.

In meinen Anleitungen habe ich einige Produkte erwähnt, die sie im Fachhandel kaufen können.

Urgesteinsmehl

Wachstumsfolie

Windschutz

In Österreich sind dies unter anderem die Lagerhäuser.

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