Archiv der Kategorie: Allgemein

Allerheiligen

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde

und wer will das nicht……

Wer leben will wie Gott auf dieser Erde,
muß sterben wie ein Weizenkorn,
muß sterben um zu leben. Er geht den Weg, den alle Dinge gehen;
er trägt das Los, er geht den Weg,
er geht ihn bis zum Ende. Der Sonne und dem Regen preisgegeben,
das kleinste Korn in Sturm und Wind
muß sterben, um zu leben.Die Menschen müssen für einander sterben.
Das kleinste Korn, es wird zum Brot,
und einer nährt den andern.

Den gleichen Weg ist unser Gott gegangen;
und so ist er für dich und mich
das Leben selbst geworden.

Originaltitel: Wie leven wil als God
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Johannes Bergsma
Bibelstelle: 1 Korinther 15,36-37

Volkslied, Satz: Jan Vermulst

 

Herbstputz im Garten

Liebe Leute, liebe GartenfreundInnen!

Bleibt mäßig beim Aufräumen Eurer Gärten!

Lasst den Tieren in Euren Gärten Unterschlupf und Futter. Das geht ganz einfach indem ihr Stauden und Blütenstände stehen läßt. Laub könnt ihr in Haufen aufschichten oder zusammenschieben, einige grobe Holzstücke als Unterlage und Igel, Kröten und andere Kleintiere können darin überwintern. In aufgeräumten Gärten können sie das nicht. Amseln, Finken, Meisen, Gimpel und Stieglitze, Spatzen, und andere finden Futter an den Blütenständen und Blattrispen, das ist bestes Vogelfutter. Sträucher schneidet ihr im Februar.Den  Strauch- und Gehölzschnitt könnt ihr unter  den Sträuchern ablegen, dort verrottet er ohne euer Zutun. Wer Platz hat kann einen Stapel mit Ästen vom Baumschnitt  aufschichten. Kleintiere verbringen darunter gerne ihren Winterschlaf.

Jetzt ist es Zeit die Nistkästen zu reinigen. Klopft zuerst an den Kasten, bevor ihr ihn öffnet, es könnte nämlich ein Nachmieter drinnen sein. Siebenschläfer und andere überwintern nämlich gerne in Nistkästen. Sollte der Nistkasten frei sein, so entfernt das alte Nest und bürstet den Kasten gründlich aus.  Falls er sehr verschmutzt ist könnt ihr ihn mit heißen Wasser oder heißer Sodalauge auswaschen.

Optisch gibt so ein Naturgarten auch etwas her: Bei Raureif  und wenn sie aus der Schneedecke hervorlugen, sind die Überbleibsel des letzten Gartenjahres eine Augenweide.

Viel Freude beim Beobachten wünsche ich euch und habt Muse statt Hektik. Im Frühjahr ist immer noch Zeit zum Wegschneiden und Aufräumen. Dann haben die Tiere den Winter schon überstanden und können sich dem neuen Vegetationsjahr widmen.

Herzliche Grüße von der Gärtnerin mit dem gruenen Daumen.

„Österreich ist frei“

diesen berühmten Satz sprach Außenminister Leopold Figl im Saal des Belvederes und zeigte am Balkon die Unterschriften der Vertreter der vier Signatarmächte USA, Frankreich, Groß Britannien und der Sowjetunion. So geschehen 1955. Dank an die Staatsmänner die dies zuwege gebracht haben: Julius Raab Bundeskanzler, Leopold Figl Außenminister und all die anderen, die ich nicht kenne und auch an die Regierenden der Signatarmächte.

Die Sowjetunion zog aus Österreich aus, die von ihr besetzten Gebiete Österreichs wurden frei. Das gab es sonst nirgends, die Sowjetunion zog aus einem von ihr besetzten Gebiet aus!

Wir feiern unsere immerwährende Neutralität!

Na ist doch was? Ein Grund dankbar zu sein.

Frau und Kind als Ware

Nicole Kidman tat es, Sarah Jessica Parker tat es und Elton John tat es, auch Abraham und Sarah taten es (Gen 16, 1-15): sie alle nahmen die Dienste von Leihmüttern in Anspruch.

In den USA wurden bisher 50 000 Kinder durch Leihmutterschaft geboren. Die Ukraine, Russland und Georgien sind beliebte Destinationen im globalen Leihmutterschaftsgeschäft. Thailand schränkte Leihmutterschaft stark ein, Kampotscha verbot sie und Nepal arbeitet an strengeren Gesetzen.

Viel Geld ist bei diesem „Geschäft “ im Spiel.

Die Fortpflanzungsmedizin verspricht: alles ist machbar! Wir haben hunderte Familien glücklich gemacht. Kommen sie zu uns wir helfen!

Garantieverträge versprechen: Es wird so lange weitergemacht, bis der Erfolg- das heißt ein gesundes Kind- geliefert wird.

Doch die Schattenseite sieht man nicht:

Da gibt es  klare Machtverhältnisse, hier die Kunden, die es sich leisten können, dort die Frauen die aus wirtschaftlichen Gründen solche Verträge eingehen und die Kinder, die mit einer unklaren Identität ins Leben gehen.

Das Kind wurde nicht gefragt, ob es das alles erleben wollte: dass es als Embrio kreiert wurde nach den Wünschen der Eltern, dass es die Distanz der Tragemutter ertragen musste und das es dann abrupt von ihr getrennt und ihm völlig fremden Menschen übergeben wurde.

Leihmütter vermieten ihren Körper, um ihrer wirtschaftlichen Not zu entkommen. Ihr Körper wird benützt, um andere „glücklich“ zu machen. Als Menschen bleiben sie unsichtbar. Es wird von ihnen erwartet, dass sie einem Schwangerschaftsabbruch zustimmen, wenn es Probleme gibt. Sie nehmen erhebliche  gesundheitliche Gefahren auf sich . Mit dem Trennungsschmerz von dem Kind bleiben sie allein.

„Zufällig“ nahm ich eine aufliegende Broschüre mit. Noch nie habe ich mich mit Leihmutterschaft beschäftigt. Das Gelesene geht mir unter die Haut: Da mich alle Facetten des Lebens berühren und mir am Herzen liegen, habe ich das Thema der Leihmutterschaft in meine Palette des Gärtnerns mit allen Sinnen und dem achtsamen Umgang mit dem Leben,  aufgenommen.

Zitat Mag. Kronthaler aktion leben Österreich: „Arme Länder wollen kein Baby-Exportland mehr sein. Doch die Anbieter von Leihmutterschaft werden nicht weniger, sondern mehr. Der Markt boomt. Nachfrage gibt es auch in Österreich. Es lohnt sich daher, sich mit Leihmutterschaft auseinanderzusetzen.“

Baby M.,

Auftragseltern: Elizabeth und William Stern

Leihmutter: Mary Beth Whitehead

Grund für die Leihmutterschaft: Elizabeth Stern litt an Multibler Sklerose

Das Ehepaar Stern schloss mit Mary Beth Whitehead , Hausfrau und verheiratete Mutter zweier Kinder, einen Vertrag ab. Dieser besagte, dass sie mit den Spermien von William Stern befruchtet wird, das Kind austragen und nach der Geburt ihre Rechte als Mutter an die Sterns abgeben sollte

Anfangs lief alles nach Plan. Doch während der Geburt merkte Mary, dass sie das Kind-ihr Kind- nicht den Sterns überlassen konnte. Ihr wurde klar, dass sie kein fremdes sondern ihr eigenes Kind geboren hatte.

Mary Beth floh mit dem Baby in einen anderen Bundesstaat. Doch die Wunscheltern hatten nicht vor, auf das Baby zu verzichten und setzten alle Hebel in Bewegung, um eine Übergabe des Kindes zu erzwingen.

Ein eineinhalbjähriger Rechtsstreit folgte: In erster Instanz wurde den Sterns das alleinige Elternrecht zugestanden.Das oberste Gericht hingegen bestimmte die genetischen Eltern, Mary Beth Whitehead und William Stern, als rechtliche Eltern.

Der Leihmutterschaftsvertrag wurde als sittenwidrig und ungültig erklärt. De facto verlor Mary Beth Whitehead ihr Kind dennoch: Der Vater erhielt das Sorgerecht. Mary Beth Whitehead wurde ein Besuchsrecht zugestanden.

 

Die internationale Verbreitung von Leihmutterschaft macht es nötig, sich auch in Österreich und anderen Ländern damit auseinanderzusetzen. Die Broschüre plädiert für klare Grenzen zum Wohl von Frauen und Kindern.

Wie ich finde sehr interressant und umfassend recherchiert.

Mehr unter http://www.aktionleben.at

 

 

 

Mulchen

Bei meiner Arbeit im Garten spielt das Mulchen eine wichtige Rolle. Dieses Bedecken der Erde mit verrottbarem Material liebe ich sehr. Ich verwende Gras, welches  beim Mähen der Wiese anfällt. Jetzt ist es noch zu früh um zu mähen, deshalb frage ich den Betreuer des Spielplatzes in meiner Nähe nach Gras. Wenn er wieder mäht, bringt er mir sicher wieder den Grasschnitt. Ich breite das Gras auf allen offenen Stellen im Gemüsegarten aus. Wenn es häufig regnet, breite ich nur 2 cm Gras auf. Besonders wirkungsvoll ist Mulchen bei Sonnenschein und Wärme, dann lege ich ca. 5cm Mulch aus. Der Mulch trocknet schnell ab und bildet eine schützende Kruste. Fällt Regen, schützt die Mulchschicht die Erde vor den aufprallenden Regentropfen. Ich brauch weder zu jäten noch zu gießen.  Ich gieße nur, wenn ich die Pflanzen frisch gesetzt habe. Die Pflanzen wachsen danach sehr gut. Die Erde unter der Mulchschicht bleibt feucht und krümelig. Unkraut kann nicht keimen. Die Regenwürmer und Kleinstlebewesen in der Erde freuen sich auch, Mulch ist Futter für sie. Das Bodenleben gedeiht. Ich passe auf, dass die Wiese von der das Gras kommt nicht mit Unkrautvernichtungsmittel behandelt wurde, auch chemisch gedüngt soll sie nicht sein.

Immer wieder bin ich überrascht darüber, wie schnell der Mulchteppich verschwunden ist.

Unter unseren Ribiselstauden (Johannisbeersträucher) wächst die Ackerwinde sehr stark. Ich habe dort Karton aufgelegt, Die Winden werden dadurch zurückgedrängt.

Ich wünsche Euch liebe Gärtner und Gärtnerinnen eine erfolgreiche Arbeit in Eurem grünen Reich und freue mich auf eure Erfahrungsberichte mit dem Mulchen.

Die Gärtnerin mit dem grünen Daumen

Schneckenzaunreport

Gartenjahr 2016

Jetzt habe ich es geschafft, gemeinsam mit meinem Sohn habe ich den Schneckenzaun montiert. Das war schwieriger als gedacht (wie so oft, wenn ich etwas unternehme). Ich kaufte ein Fabrikat der Firma Windhager. Es ist alles ganz einfach, so dachte ich, als ich die Beschreibung auf der Verpackung las, ich brauche die Teile nur in der Erde versenken und sie ineinanderstecken. Eckelemente und Halterungen, alles war mitgeliefert,  die Erde war weich, sodass die Teile leicht in die Erde drangen, aber dann …. merkte ich, dass die Teile nur für rechtwinkelige Beete geeignet waren und meine Beete sind das nicht!!

Also was tun? Meinen geschickten Nachbarn fragen, er kam und half, dass er dabei den Obergescheiten herauskehrte und mich spüren ließ, wie abhängig ich jetzt von ihm sei machte die Sache spannend. Er bog die Eckelemente in den Winkel, der für meine Beete passte. Zusätzlich nietete er die Eckelemente fest, sodass der Zaun sehr stabil ist.

Fazit: Ein gutes Produkt, das anfangs gleisend leuchtete, jetzt ist es angenehm matt und unauffällig. Haltbar ist es hoffentlich auch, besonders bei der Arbeit mit der Scheibtruhe (Kompost) ist das wichtig. Trotzdem bin ich vorsichtig.

Kosten: ca. 360€ , zusätzlich noch die Kosten für den „Helfer“

Zeitaufwand: Etwa 3 Stunden Arbeit fürs Aufstellen und 1,5 Stunden für den Einkauf, da  3 Personen arbeiteten, beträgt die gesamte Arbeitszeit 10,5 Stunden.

Im Frühjahr 2016 haben wir den Zaun montiert. Er hat sich im ersten Gartenjahr  bestens bewährt. Nur einige wenige Schnecken waren auf den Beeten, das erste Mal in meiner Gartenkarriere erntete ich ausreichend Petersilie. Kein Absammeln von Schnecken mehr! Die Arbeitszeit des Aufstellens hat sich damit längst  ausgezahlt.

 

Gartenjahr 2017

Im  Gartenjahr 2017 musste ich im April und Mai genau auf kleine kaum sichtbare   Schnecken achten, bei uns regnete es sehr viel und mit dem Kompost hatte ich mit Sicherheit  Schneckeneier aufs Beet gebracht. Jetzt dürfte ich das Problem gelöst haben. Ich muss 1 mal wöchentlich mit dem Trimmer rund um den Schneckenzaun mähen, sodass die Viecher keine Brücke in die Beete vorfinden (die nützen sie sonst sofort). Ich bin sehr zufrieden mit meinem Schneckenzaun und kann ihn zur Nachahmung empfehlen!

Welche Erfahrungen habt ihr mit  und bei der Schneckenbekämpfung?