Frau und Kind als Ware

Nicole Kidman tat es, Sarah Jessica Parker tat es und Elton John tat es, auch Abraham und Sarah taten es (Gen 16, 1-15): sie alle nahmen die Dienste von Leihmüttern in Anspruch.

In den USA wurden bisher 50 000 Kinder durch Leihmutterschaft geboren. Die Ukraine, Russland und Georgien sind beliebte Destinationen im globalen Leihmutterschaftsgeschäft. Thailand schränkte Leihmutterschaft stark ein, Kampotscha verbot sie und Nepal arbeitet an strengeren Gesetzen.

Viel Geld ist bei diesem „Geschäft “ im Spiel.

Die Fortpflanzungsmedizin verspricht: alles ist machbar! Wir haben hunderte Familien glücklich gemacht. Kommen sie zu uns wir helfen!

Garantieverträge versprechen: Es wird so lange weitergemacht, bis der Erfolg- das heißt ein gesundes Kind- geliefert wird.

Doch die Schattenseite sieht man nicht:

Da gibt es  klare Machtverhältnisse, hier die Kunden, die es sich leisten können, dort die Frauen die aus wirtschaftlichen Gründen solche Verträge eingehen und die Kinder, die mit einer unklaren Identität ins Leben gehen.

Das Kind wurde nicht gefragt, ob es das alles erleben wollte: dass es als Embrio kreiert wurde nach den Wünschen der Eltern, dass es die Distanz der Tragemutter ertragen musste und das es dann abrupt von ihr getrennt und ihm völlig fremden Menschen übergeben wurde.

Leihmütter vermieten ihren Körper, um ihrer wirtschaftlichen Not zu entkommen. Ihr Körper wird benützt, um andere „glücklich“ zu machen. Als Menschen bleiben sie unsichtbar. Es wird von ihnen erwartet, dass sie einem Schwangerschaftsabbruch zustimmen, wenn es Probleme gibt. Sie nehmen erhebliche  gesundheitliche Gefahren auf sich . Mit dem Trennungsschmerz von dem Kind bleiben sie allein.

„Zufällig“ nahm ich eine aufliegende Broschüre mit. Noch nie habe ich mich mit Leihmutterschaft beschäftigt. Das Gelesene geht mir unter die Haut: Da mich alle Facetten des Lebens berühren und mir am Herzen liegen, habe ich das Thema der Leihmutterschaft in meine Palette des Gärtnerns mit allen Sinnen und dem achtsamen Umgang mit dem Leben,  aufgenommen.

Zitat Mag. Kronthaler aktion leben Österreich: „Arme Länder wollen kein Baby-Exportland mehr sein. Doch die Anbieter von Leihmutterschaft werden nicht weniger, sondern mehr. Der Markt boomt. Nachfrage gibt es auch in Österreich. Es lohnt sich daher, sich mit Leihmutterschaft auseinanderzusetzen.“

Baby M.,

Auftragseltern: Elizabeth und William Stern

Leihmutter: Mary Beth Whitehead

Grund für die Leihmutterschaft: Elizabeth Stern litt an Multibler Sklerose

Das Ehepaar Stern schloss mit Mary Beth Whitehead , Hausfrau und verheiratete Mutter zweier Kinder, einen Vertrag ab. Dieser besagte, dass sie mit den Spermien von William Stern befruchtet wird, das Kind austragen und nach der Geburt ihre Rechte als Mutter an die Sterns abgeben sollte

Anfangs lief alles nach Plan. Doch während der Geburt merkte Mary, dass sie das Kind-ihr Kind- nicht den Sterns überlassen konnte. Ihr wurde klar, dass sie kein fremdes sondern ihr eigenes Kind geboren hatte.

Mary Beth floh mit dem Baby in einen anderen Bundesstaat. Doch die Wunscheltern hatten nicht vor, auf das Baby zu verzichten und setzten alle Hebel in Bewegung, um eine Übergabe des Kindes zu erzwingen.

Ein eineinhalbjähriger Rechtsstreit folgte: In erster Instanz wurde den Sterns das alleinige Elternrecht zugestanden.Das oberste Gericht hingegen bestimmte die genetischen Eltern, Mary Beth Whitehead und William Stern, als rechtliche Eltern.

Der Leihmutterschaftsvertrag wurde als sittenwidrig und ungültig erklärt. De facto verlor Mary Beth Whitehead ihr Kind dennoch: Der Vater erhielt das Sorgerecht. Mary Beth Whitehead wurde ein Besuchsrecht zugestanden.

 

Die internationale Verbreitung von Leihmutterschaft macht es nötig, sich auch in Österreich und anderen Ländern damit auseinanderzusetzen. Die Broschüre plädiert für klare Grenzen zum Wohl von Frauen und Kindern.

Wie ich finde sehr interressant und umfassend recherchiert.

Mehr unter http://www.aktionleben.at

 

 

 

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