Kompost

Im folgenden Beitrag orientierte ich mich im Wesentlichen an einem Arikel aus der Gartenzeitschrift Kraut und Rüben

Warum kompostieren?

Gartenabfälle gibt es nicht! Die organischen Materialien aus Garten und Küche sind Wertstoffe , die alles enthalten, was Pflanzen brauchen. Sie werden über den Kompost ohne Verlust wieder in den natürlichen Kreislauf zurückgeführt. So gewinnen Sie ,,braunes Gold“, einen natürlichen Stoff, der Ihren Gartenboden wie kein anderer verbessert. Das braune Gold bringt Leben ins Erdreich. Unzählige Mikroorganismen bauen alles, was Sie auf dem Kompost ablegen, zu wertfollen Krümeln um.Im Boden setzen diese Organismenihr gutes Werk fort, sie lockern und beleben das Erdreich und machen die Krume von Jahr zu Jahr fruchtbarer. Dr. Jaques G. Fuchs vom Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau Filblin Frick hat sogar herausgefunden, dass ein sorgfältig hergestellter Kompost Pflanzenkrankheiten unterdrückt. Im heißen Kompost können Sie lästigen Unkrautsamen loswerden.

Waldboden- Aroma

In einem geordneten Biogarten geht nichts verloren. Doch kommt es auf den richtigen Umgang mit den pflanzlichen Rohstoffen an. Ein Komposthaufen ist keine Müllhalde, auf der alles <lästige weggeworfen wird. Ein aus vielfältig gemischten Abfällen aufgesetzter Komposthaufen mit richtiger Rotteführung stinkt nicht. Der fertige braune, faserige und krümelige Kompost duftet nach Walderde. Worauf es dabei ankommt, erkläre ich Ihnen im Folgenden.

Vom perfekten Garten-Recycling

Auf diesem Erdball geht nichts verloren. Nur wir Menschen sorgen manchmal dafür, dass wertvolle Rohstoffe über unsere Lebenszeit hinaus nicht mehr verfügbar und nutzbar sind. In der Natur, zum Beispiel im Wald, funktioniert der Kreislauf perfekt: Die Pflanzen nehmen durch ihre Wurzeln Nährstoffe aus den gelösten Mineralien des Bodens auf, wachsen, bilden Stängel und Blätter, blühen, tragen Früchte und lassen im Herbst ihr Laub fallenoder sterben ganz ab. Der Frost, im Wechsel mit Sonne, Schnee und Regen, macht die pflanzliche Masse mürbe für zahlreiche Käfer, Tausendfüßer oder Asseln, die sie zerkleinern. Anschließend treten unzählige Mikropilze und Bakterien ihren Dienst an, sie zersetzen die Masse weiter, bis die Regenwürmer dieses gute Werk fortsetzen. Die pflanzlichen Rohstoffe haben sich in Humus verwandelt, eine halb verrottete organische Substanz, die nun die Regen- und Kompostwürmer aufnehmen, die Mineralien des Bodens hinzufügen, beides in ihrem Darmdrakt miteinander verbinden und ausscheiden. Diese wertvollen Bodenkrümel bezeichnet man als reifen Kompost. Sie sind locker aufgebaut und doch in ihrer Struktur stabil. Sie speichern Wasser und enthalten Haupt- und Spurenelemente. Die reifen Kompostkrümel lagern im Boden gelöste Nährstoffe ein. Wasser und Nährstoffe stehen den Pflanzen jederzeit in der richtigen Dosierung zur Verfügung. In keinem Labor, mit keiner noch so aisgeklügelten Mischung mineralischer Dünger lässt sich die Ernährung der Pflanzen besser dosieren. Die Entstehung der nährstoffhaltigen Ton- Humus- Komplexe geht analog zu den Wachstumsfaktoren vor sich. Die Sonne fördert das Wachstum der Pflanzen. Sie erwärmt den Bodenn in dem sich bei gleichbleibender Feuchtigkeit und genügend organischer Nahrung auch die Mikroorganismen rasant vermehren, was zu einer Produktion von Ton- Humus- Komplexen führt. Daraus bedienen sich wiederum die Pflanzen mit Nährstoffen, und zwar genau in dem Maß, wie sie aufgrund von Licht, Wärme und Feuchtigkeit Nahrung benötigen. So schließt sich der Kreislauf der Nährstoffe.

Zehn goldene Regeln zum Kompostieren

1. Sammeln Sie alle kompostierbaren Materialien!

Alle organischen Abfälle lassen sich kompostieren. Ausgenommen sind nur solche, die von gefährlichen Krankheiten und Schädlingen befallen sind. Nicht auf den Kompostplatz gehören Fleisch und gekochte Abfälle. Nun fallen in der Praxis des Hausgärtners, der Gärtnerin die Abfälle meistens sporadisch an: Hier ein Eimer voll Unkraut, da ein paar Kartoffelschalen oder Salatblätter aus der Küche und dann wieder Grasschnitt, trockene Staudenstängel, ein fauler Apfel und anderes. Sammeln Sie diese organischen Materialien auf einem Haufen, bis sie genügend Masse haben, um eine Miete aufzusetzen.

2.Wählen Sie einen halbschattigen Platz!

Ein halbschattiger Platz ist ein gut zugänglicher Platz unter einem Baum oder noch besser unter einem Holunderbusch. Der Holunder wirft nicht nur zeitweilig Schatten auf den Komposthaufen, er nimmt auch durch seine Wurzeln Sickerwasser und überschüssige Nährstoffe auf. Diese Stoffe können sonst ins Grundwasser gelangen. Halbschattig heißt, dass der Kompost zwar von der Sonne erwärmt wird, ihr aber im Sommer nicht erbarmungslos ausgesetzt ist. Außerdem soll der Kompostplatz möglichst windgeschützt sein.

3.Setzen Sie den Kompost in der warmen Jahreszeit auf!

Das Bakterienleben entwickelt sich am besten, wenn es im Komposthaufen warm und feucht zugleich ist. Im Spätherbst und Winter tut sich kaum etwas im Komposthaufen. Doch im Mai oder Juni kann sich, bedingt durch milde und warme Außentemperaturen, das Leben im Kompost schneller und üppiger entwickeln. Das gilt auch, wenn es einmal notwendig sein sollte, den Kompost unzusetzen, das heißt mit der Gabel das Oberste nach unten zu kehren.

Anmerkung: Es zeigt sich in der Praxis, dass der Kompost dann geschichtet wird, wenn genug Material vorhanden ist. Dies kann auch zu anderen Jahreszeiten sein. Es schadet nicht, der Kompost braucht nur etwas länger, um reif zu werden.

  1. Lockern Sie den darunter liegenden Boden bevor sie den Komposthaufen ausetzen!

Stechen Sie mit der Grabgabel in den vorgesehenen Boden und ziehen Sie sie jeweils kräftig zurück. So brechen Sie die Scholle auf, ohne sie zu wenden. Darauf legen Sie grob geschnittene Zweige und Äste. Diese Schicht lässt Luft an das Kompostmaterial, welches darauf gelegt wird.

  1. Zerkleinern Sie grobe Abfälle!

Je mehr die Abfälle zerkleinert sind, desto größer ist die Angriffsfläche der Bakterien, umso schneller wird daraus ein fertiger Kompost.

  1. Vermischen Sie frische und holzige Abfälle!
  1. Impfen Sie neuen mit altem Kompost!

Setzen Sie den Kompost immer an der selben Stelle. Streuen Sie während Sie die Miete aufsetzen immer wieder eine Schaufel voll reifen Kompost auf den Haufen. Die Bakterien und anderen Bodenlebewesen können so schnell ihre Arbeit tun und sind immer nahe am ,,Futtertopf“.

  1. Geben Sie dem Kompost Starthilfe!

Wenn Sie den Komposthaufen das erste Mal aufsetzen, so ist es hilfreich, Kompoststarter dazwischen zu streuen. Er enthält Stoffe und Mikroorganismen, die die Umstetzung des Materials in Schwung bringen.

  1. Decken Sie den Kompost zu!

Wärme ist bei der Rotte wichtig. Um diese im Haufen zu speichern hilft eine warme Decke aus Rasenschnitt Laub oder eine Schilfmatte. Auch alte Kartoffelsäcke, Teppiche oder Wellpappe sind gut geeignet.

  1. Setzen Sie den Kompost wenn nötig um.

Wenn der Kompost nass ist und das Material klebt und stinkt, drehen Sie mit einer Gabel das Oberste nach unten. Mischen Sie Stroh oder trockenes Laub gehäckselte Äste unter das Material und decken Sie den Haufen wieder zu. Ist das Material zu trocken, hilft gießen.

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